Eindrücke

Eindrücke. Und im Prinzip damit verbunden: Danksagungen. In Form von Geschichten. Aber es sind nur eine Ansammlung von kurzen Flashs, Bildern in meinem Kopf, kurze Geschichten die mir schon lange im Kopf herumspuken, und Träumen, die ich mir mal endlich von der Seele schreiben will. Und die ich – auch für mich – in Verbindung bringen will mit den Personen, die mir in meinem Leben so viel bedeuten.
Diese Seite werde ich wohl noch eine Weile aktualisieren. Ich habe immer wieder Ideen, bei denen ich mich nciht aufraffen kann, sie in Geschichten zu packen.

Jahre, seit er den letzten Menschen gesehen hat. Jahre, seit denen die Welt in Trümmern liegt. Eine Person, unbestimmbares Alter, steht auf einer Straße. Zerrissene Kleidung, ein langer Wanderstock. Kratzer, Schrammen, schlecht verheilte Wunden, er hinkt. Augen liegen tief in den Höhlen. Staub auf jedem ungeschützten Bereich. Kleider, graugrün, einstmals vielleicht war er ein niederer Soldat. Heute nennt er sich den Überlebenden. Den Mensch. Die Straße, auf der er steht: Risse. Abgebrochene Teerklumpen liegen überall verstreut. Die Hochhäuser, sofern nicht eingestürzt, so doch zum Teil; Glas nur noch vereinzelt, einzelne Scherben, auch sie milchig, zerkratzt. Autos am Straßenrand, halb auf dem Bordstein, einige mitten auf der Straße, liegen geblieben wo die Flüchtenden, hilflose Menschen, sie zurückgelassen haben. Die Reifen verrottet, zerfallen, nur noch Fetzen an den Felgen. Der Überlebende, mitten auf der Straße, steht gebeugt, blickt kraftlos die Straße entlang, an den Hauswänden hoch, ganz nach oben in die rote Sonne, die alles in orange tönt; grau, orange, rot, braun. Eine Welt in Rost. Stahlträger und nackte Betonfassaden bilden die Silhouette eines Hauses, das früher vor Leben pulsierte. Das Land war voll von Häusern wie ihm, ein ganzes Land voll florierendem Leben, das sich tagtäglich und Nacht für Nacht über die Welt ausbreitete und alles bevölkert hatte. Doch das Leben stand nun vor diesem Haus, abgekämpft und müde, resigniert, verloren. Die Zeit hatte das Leben auf diesem Planeten vergessen, der Krieg es übersehen. Und das Leben auf diesem Planeten hob nun den Kopf, blickte noch einmal im Kreis, und mit der eisernen Reserve, die einen Wüstenverlorenen zur rettenden Oase treibt, rief es mit brüchiger Stimme: “Hallo? Hallo, ist hier jemand? Irgendjemand? Hallo?”
Doch er war das Leben auf der Welt. Und er antwortete sich nicht selbst.

David. Und Endland. Und vielleicht etwas von der schönen melancholischen Stimmung, die man beim gemeinsamen Schweigen mit Sebastian so schön erfährt. An dieser Stelle – Danke.

Dann habe ich immer die Idee, und damit auch einen Traum, wie am Tage, so in der Nacht; dass ich – und manchmal auch eine Gruppe von anderen Personen – durch welche Art auch immer in ein schwarzes Loch gesaugt werden und – was sehr unwahrscheinlich, aber physikalisch noch nicht aberkannt worden ist – in die Vergangenheit reisen. Aber damit meine ich tief in die Vergangenheit. Verdammt tief. Also bis etwa die Zeit, als die Menschen langsam zu Menschen wurden. Nun, aber hat es uns doch nicht einfach so dorthin verschlagen, nein, wir sollen von irgendwelchen mystischen Gestalten – das muss ich auch noch genauer überlegen lassen – beauftragt worden sein weitere Gegenstände zu suchen und zu zerstören oder eben zu sammeln, damit besagte Sachen nicht durch ihre Anwesenheit Schaden in dieser falschen Zeitlinie anrichten sondern eben … hmpf… keinen Schaden anrichten. So wäre beispielsweise ein Chemiebuch aus der Schule ein wahrhaft gefundenes Fressen für einen Alchemisten aus dem wasweißichwievielten Jahrhundert. Und wir – oder eben ich alleine – muss – müssen – alles finden. Um die Sache zu vereinfachen können wir nicht an normalem Alter sterben sondern bleiben am Leben – sofern man uns nicht gerade umbringt – bis wir wieder in unserer Zeit sind. Die Dinge die wir auf der Reise gefunden haben stammen allesamt aus dieser Zeit. Wie wir auch. …Das ganze Jahrtausendelange rumgelebe hat natürlich alles zur Folge dass wir ne Menge lernen. Also mindestens fünf Sprachen, abgesehen von Deutsch, Englisch und Französisch. Und natürlich auch so lustiche Sachen wie ultracoolmegal33tproh4xxorgut kämpfen, Taschenspielertricks, so Sachen wie man eigentlich nur in Rollenspielen sieht, also wasweißich wie man das nennt, verschiedene Ränge in “im Schatten Verstecken” oder “Taschendiebstahl” oder “Hinterhältiger Angriff mit 5W6 Schaden und Automatischer Kehlenhinterrücksaufschlitzgarantie”… nun ja. Man kennt das ja. So Dinge eben lernt man sicher auf seiner viertausend Jahre und mehr dauernden Reise.

Carena, David, Martin, Peter, Sebastian. Weil mindestens eine(r) immer dabei ist, meistens aber alle. Ich denke mit euch könnte man das ganze gut durchleben. Weil jeder von euch bestimmte Eigenschaften hat, die das ganze Leben doch so ungleich viel erträglicher machen. Danke für dies.

Eine kleine Gruppe von Personen, die sich in einem Schacht immer weiter nach oben durcharbeitet. Unten, dreihundert Meter Durchmesser vielleicht, am Rand des Schachtes ein drei Meter breiter Weg der spiralförmig nach oben führt, und immer im Abstand von drei Kilometern etwa eine Plattform, oder eine Nische, in der man ausruhen kann. Aber in jeder Nische eine neue Aufgabe, Prüfung oder Rätsel oder sonst was, ohne das zu lösen / zu bestehen man nicht weiter kommt. Der Schacht nach oben und unten (na gut, wir sind schon ne weile vom Boden weg) immer tiefer verlaufend, in der Unendlichkeit sich verlierend. Und alles in einem diffusen, hellblauen Licht, das von nirgendwo zu kommen scheint, aber alles in eine mäßige Helligkeit taucht. Warum die Gruppe in dem Schacht ist, ob es eine Aufgabe ist, wer sie reingeschickt hat, ob sie alleine rein gegangen sind, was ganz oben (wenn es das gibt, ein ganz oben) auf sie warten wird, nichts davon weiß man. Klar ist nur, dass alle Teilnehmer es verfluchen, sich in diesem Schacht zu befinden, auch wenn keiner von ihnen aufhören will; aber sie verfluchen es auf den Tod.

Auch das basiert auf einem Traum, den ich vor einigen Jahren mal hatte, aber ich habe mir da viel dazugedichtet. Und aus reiner Arroganz und Egoismus widme ich diese Idee einfach mal mir selbst. Ist ja auch mal was anderes.

Ein böser Mensch oder so hat ein junges Liebespärchen irgendwo eingesperrt. Keine Ahnung wie er das gemacht hat, aber sie altern nicht, sterben nicht, sondern sind unbeweglich (und evtl. auch ohne miteinander sprechen zu können) nur Zentimeter voneinander in Fesseln gelegt worden, sodass sie sich zwar sehen (uh, evtl. sind sie auch nackt, wer weiß…) aber nicht berühren können, auch nicht reden, nur eben sehen und verdammt traurig sind deswegen. So richtig verzweifelt.

Eingefroren in der Zeit, verdammt dazu, alles um sich herum wahrzunehmen. Jahrhunderte oder länger, die er alles sieht, alles hört, alles riecht und fühlt. Und einfach nur da ist, ohe Möglichkeit, sich zu bewegen. Die Zeit hat für ihn aufgehört zu schlagen, und er sieht den wandel der welt wie eine endlose tragödie an sich vorüberziehen. er sieht menschen sterben, andere geboren werden, und wieder sterben. er ist verdammt dazu, ein stummer beobachter zu sein, der nur aufnehmen, aber ncihts abgeben kann.

Weiß nicht was der böse Mensch, der das gemacht hat, damit erreichen wollte, aber in mir ruft so eine Szene immer eine erschreckende Hilflosigkeit hervor. Also Widmung an meine traurigen Stunden, in denen mir die schönsten Ideen kommen und in denen ich am krea-höchsten bin. Wobei – kann man überhaupt eine Idee den schönen Stunden widmen? Hm.
Habe zwei Texte zu der Idee, ich habe erst durch Cearbhallan erfahren, dass ich die Idee schonmal drin hatte. Danke an dieser Stelle :) wäre mir nicht aufgefallen, ich habe es jetzt gemeinsam untereinander geschrieben.

 

Bedächtig lehnt sie sich in ihrem schwarzen Ledersessel zurück, die langen, roten Haare fallen ihr ein wenig über die Schultern. Sie dreht sich und schaut aus dem Fenster in den Tag, der diese Bezeichnung nicht verdient hat. Als wäre die Sonne mittags noch nicht vollständig aufgegangen, hängt der Nebel dicht über der Welt und verschleiert sie.

Würde man nach oben schauen können, das wusste sie, würde man nur graue Wolken sehen, die tief hängend und dunkel-bedrohlich wallend über dem Boden kriechen würden, nur mäßig bewegt von dem kaum spürbaren Wind, der nur vereinzelt an der Trauerweide ein Ästchen bewegt oder an der Eiche nebenan ein Blatt schaukeln lässt. Bis da kann man gerade noch schauen, denkt sie und steht auf. Sie geht zu dem großen Fenster, öffnet es und lässt die kalte, nasse Luft ins Zimmer. Nur zehn Meter weiter ragt die Trauerweide empor, die am Rand des kleinen Sees liegt. Die dem Wohnblock zugewandte Seite ist noch in etwa erkennbar, der Stamm nur noch ein zu erahnender Schemen.Träge schwingt das Mädchen die langen Beine über das Fenstersims und lässt sie nach außen baumeln. Sie wohnt Parterre, lässt sich den knappen Meter hinunterrutschen. Die nackten Füße federn geschmeidig auf dem feuchten Gras ab, die langen, glatten Haare fallen nach einer Sekunde fast perfekt wieder auf ihre Schultern, teilen sich beinahe symmetrisch nach vorne und hinten. Den Blick zwischen Boden und Seeufer hin- und herpendelnd, tapst sie auf die Trauerweide zu. Bei diesem Wetter würde ihr knapper grauer Bademantel kaum auffallen, dachte sie. Wie seltsam mochte es dann anmuten, ihre Haare, Hände und die Beine bis zu den Oberschenkeln im Nebel verschwinden zu sehen. Sie warf einen Blick zurück zu dem Wohnblock, konnte aber spontan niemanden an den Fenstern ausmachen. Christine raffte den Bademantel enger um den Oberkörper, zupfte den Ausschnitt etwas zurecht und schritt weiter vorsichtig auf den Baum zu. Als sie näher kam, schälte er sich behutsam aus dem Grau, das alle Geräusche verschluckte. Sie schritt um den Stamm herum, um sich in einer gemütlichen Pose halb an den Baum zu lehnen und die Füße ins Wasser zu strecken, als ihr an dieser Stelle bereits ein Körper gewahr wurde.Sie stockte unwillkürlich, synchron wandte die Gestalt den Kopf zu ihr. [rest folgt vllt irgendwann]

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Während er da steht, alleine, inmitten bedrückender Nachmittagsstille, hat er die Augen geschlossen. Mit einem Ruck reißt er sie auf und blickt geradeaus. Er steht auf einem Balkon seiner Wohnung, die Arme verschränkt, in aufrechter Haltung. Sein dunkelgrauer Anzug flattert leicht in dem aufpeitschenden Wind. Hastig nimmt er seine kantige Brille ab und reißt ein weißes Taschentuch aus einer der Reverstaschen. In fast schon panischer Eile, aber dennoch mit zermürbender Ordentlichkeit putzt er die Brille klar, setzt sie sich schwunghaft wieder auf und stopft das Taschentuch ordentlich zurück. Sofort verschränkt er die Arme wieder und blickt weiter geradeaus, in vollkommener Ruhe.

Die Nachbarn räumen inzwischen die Liegestühle von den Balkonen wieder in die Wohnungen, rollen die Markisen ein, klappen die Sonnenschirme zu und falten ihre Sachen zusammen, bevor sie sich ebenfalls wieder in die klimatisierte Kühle ihrer staubigen Wohnkäfige zurückziehen. Welch trügerische Sicherheit sie doch vorgaukeln. Die Sonne, der Grund für die ruhigen Stunden in dieser verlassenen Vorstadtgegend, hat sich im Laufe der Zeit inzwischen hinter dunkle Wolken verzogen, die sich, unbemerkt zunächst, über den ganzen Himmel verteilt haben. In dem Wohnblock schräg links öffnet sich eine Türe. Die letzten Strahlen der fast vollständig verschwundenen Sonne brechen sich an der Glasscheibe und werden genau in das Gesicht der grau gekleideten Gestalt reflektiert. Grollend ruckt sein Kopf herum, während die schulterlangen grauen Haare mit einer halben Sekunde Verzögerung mitschwingen. Eine rothaarige, schlanke und sehr gutaussehende Schönheit tritt auf den Balkon, den Blick fasziniert auf den Horizont gerichtet. Noch während sie hinter sich greift und ihre Hand die Türklinke sucht, beginnt die Luft, vom wieder etwas abflauenden Wind herbeigetragen, erste kleine Wasserpartikel gegen jegliche Hindernisse zu schleudern. Innerhalb von Sekunden geht dieser Zustand vorbei und in Nieselregen über, der wiederum nur wenige Augenblicke darauf von einem Schauer abgelöst wird. Die Schönheit, die immer noch unter den eisigen Blicken der hochaufgerichteten Gestalt stand, räkelte sich scheinbar wohlig in dem [rest folgt vllt irgendwann]

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