Coop mit Miggy (2)

(ist noch unvollständig, ich hoffe dass sie bald wieder zeit hat damit wir es fertig machen können :) )

|-|3fT!9 (07:46 PM) : Verloren stand er inmitten der Menge, ein Niemand in der Gesellschaft. Die Zivilisation umspülte ihn mit Lärm und Leben, während er sich panisch umsah.

Miggy (08:01 PM) :
Er sah die Farben und Formen, die rasend schnell an ihm vorbeirauschten und die ihm einen Schauer über den Rücken laufen ließen. Doch, es war weit mehr als das. Das alles war wie eine Flut von Gefühlen die ihn umschloss. Gefühle die nicht seine waren. Er war Beobachter und doch Mittelpunkt, vielleicht ohne die Situation wirklich erfassen zu können.

|-|3fT!9 (08:05 PM) :
Während er seinen hektischen Atem zu beruhigen versuchte, drehte er sich langsam im Kreis und saugte auf, as er in die Finger bekam. Er griff nach den Farben, die verwaschen an ihm vorbeizogen, führte sie mit einer rein gedanklichen Bewegung seines Armes zum Gesicht und atmete tief ein. Seine Sinne wurden klarer und er sah nun differenzierte Quellen, die noch immer vobeizogen, aber nun Sinn ergebende Dinge in gewisser Weise formulierten.

Miggy (08:08 PM) :
Langsam erkannte er Menschen, die er schon einmal gesehn hatte. Es waren Menschen aus seinem Näheren Umfeld, aber auch Menschen, die er nur einmal in seinem Leben gesehn hatte. Er fühlte sich, als stünde er inmitten mehrerer Situationen auf einmal, als erlebte er viele Dejavús in ein und demselben Moment.

|-|3fT!9 (08:13 PM) :
Die Gestalten erschienen ihm wie in einen Schleier gehüllt. Ihre Gedanken glitten aus ihrem Körper heraus und waberten langsam zu Boden. Er ging auf einen von ihnen zu, Paul, er erinnerte sich, er würde ihm in einigen Jahren das erste Mal begegnen. Paul stand da und schien sich mit jemandem zu unterhalten. Er gestikulierte wild, gleichzeitig stand er völlig regungslos da, als wäre er in verschiedenen Zeiten. Nein, nicht ganz, er erlebte in der Tat nur einzelne Situationen. Aber noch war er zu verwirrt, um Paul auch differenziert im Netz der Möglichkeiten auszumachen. Er würde mehr benötigen. Wesentlich mehr.

Miggy (08:16 PM) :
er griff in seine brusttasche. war das kleine paket noch da? das paket, das sowohl seinen untergang, als auch seine rettung aus dieser situation bedeuten konnte? ja, er konnte es spüren. beruhigt atmete er auf. doch es war zu früh. zu früh um diese misere zu beenden. egal ob auf positive oder negative weise

|-|3fT!9 (08:23 PM) : Aus dem Nichts erschienen eine Handvoll weiterer Gestalten. Sie erschienen ungleich klarer, geradezu überklar. Zielstrebig eilten sie auf ihn zu. Teilnahmslos registrierte er sie, wie sie in innerem Feuer erstrahlend auf seine momentane Wahrscheinlichkeit zurannten. Er verzog das Gesicht, griff in Paul hinein und schmiss einen grauen / roten Nebel auf den Boden zwischen ihm und den Nosern. Während sich die Wut und der Hass voll entfalteten, wechselte er auf einen anderen Zweig des Netzes und balancierte vorsichtig weiter. Irgendwo hier in der Nähe müsste sich der Hinweis befinden, der ihn zu dem Subjekt führen musste - und was wichtiger war, auch zu der bestimmten Wahrscheinlichkeit, wann und wo das Subjekt das Ereignis auslösen würde.

Miggy (08:27 PM) : Er taumelte. Etwas zog an ihm. Er spürte er es nur an seinem Fuß, dann an seinem Bein, und schließlich breitete sich dieser Sog über seinen ganzen körper aus. Es begann überall in ihm wohlig zu kribbeln, so dass er mehr und mehr gewillt war, der Verlockung nachzugeben, sich einfach fallen zu lassen. Doch etwas in ihm kämpfte dagegen an. Er wusste, würde er jetzt den halt verlieren, dann gäbe es kein zurück mehr. Und sein Ziel würde in unereichbare Ferne abgleiten.

|-|3fT!9 (08:34 PM) :
Er senkte behutsam den Kopf und bemerkte direkt unterhalb des Netz-Zweiges eine Irritation des umgebenden Feldes. Mit einem zögernden Blick in die Ereignisse dort erkannte er den Grund des Soges. Er riss die Augen auf und ließ sich vorsichtig nieder. Aus der rechten Hosentasche zog er ein kleines Röllchen, von dem er, immer noch gebannt starrend, den Deckel abschraubte. Eine kleine goldene Murmel rollte in seine Hand. Er tastete nach dem Zweig, auf dem er wegen dem andauernden Ziehen wackelnd stand, und drückte die kleine Kugel zwischen die haarfeinen Fädchen. Er versteckte sie in dem Zweig und kämpfte sich dann wieder in eine halbwegs stehende Position hoch. Die Noser würden gleich hier sein, er durfte nicht noch mehr Zeit verlieren. Widerwillig löste er seinen Blick. Die Ereignisse verschwammen wieder und er eilte zum nächsten Knotenpunkt.

Miggy (08:39 PM) :
Allerdings fand er dort nicht vor, was er sich erhofft hatte. Auf dem knotenpunkt tronte eine Schildkröte. Sie war orange, und ihr panzer leutete Rot funkelnd, so dass er seinen Blick nicht von ihr abwenden konnte. Langsam bewegte er sich auf sie zu. War sie vielleicht der entscheidente Schlüssel, nach dem er suchen sollte? Vorsichtig beugte er sich in ihre Richtung als er auf einmal einen starken Schmerz in seinem Kopf spürte. Der Schmerz wurde stärker er taumelte, stolperte, flog. Um ihn herum auf einmal nur noch Schwärze, und eine Stille die so laut war, dass er seine Ohren schützen musste. Er verlor das Bewusstsein.

|-|3fT!9 (08:47 PM) :
Als er erwachte, trohnte die Schildkröte massig über ihm. Er bemühte sich, zunächst seine Gedanken und dann die Wahrscheinlichkeiten zu ordnen. Die Schildkröte wechselte innerhalb eines Gedankens durch zig Farbtöne, Größen und Formen, bis sie sich auf die wahrscheinlichste Kombination aus Faktoren einpendelte. Sofort setzte das Schweigen wieder ein, und hastig veränderte er einen Faktor. Das Schweigen blieb, aber die Intensität und die Frequenz hatten einen ungefährlicheren Wert angenommen. Neugierig setzte er sich auf. Die Schildkröte begann wild vor seinen Augen zu tanzen, was nun wiederum ein Relikt seiner Menschlichen Züge war.