Bearbeiten - Rückgängig
Bearbeiten – Rückgängig.
Ein weiteres Mal. Diese alte, dämliche Tastenkombination Strg-Z. Ich weiß nicht, wie oft ich es schon getan habe. Ein ums andere Mal. Ich komme einfach nicht weiter. An dieser Stelle hänge ich. Weiß nicht, was ich schreiben soll. Was ich tun soll, wie die Geschichte weiter geht.
Denkblockade.
Einfach Aus. Schwarze Leere. Eine Wand, die mich aufhält, weiter zu denken. Es ist unglaublich. Das Ende der Geschichte liegt in greifbarer Nähe. Und dennoch habe ich keine Ahnung. Keines der Enden, die mir vorschweben, scheint mir passend. Ob sie jetzt umfallen soll und einfach tot ist, oder ob sie ihn heiratet? Ob sie sich doch für den anderen entscheidet? Ob sie Jetzt vielleicht einfach zurück ins Hotel geht? Ob, ob, ob. Es ist grausam, diese Entscheidung zu haben, und sie nicht einem anderen überlassen zu können. Ich weiß aber, dass ich es einfach tun muss, denn es ist meine Geschichte, und ich muss sie beenden. Auf meine Weise.
Die Leser lieben es, wie ich schreibe, und wenn ich nicht so schreibe, wenn ich das Ende in der Tat jemand anderem überlasse, dann werden es die Leser garantiert merken.
Gott, ich bekomme Selbstmordgedanken, wenn ich nicht bald ein Ende finde. JA! Selbstmord! Das ist die Lösung. Ich werde sie Suizid begehen lassen, das wäre doch ein gutes Ende.
Meine Finger fliegen über die Tastatur, schicken den Text bald mit Gedankenschnelle hinter die Glasscheibe auf den Bildschirm. Dann, als letztes Wort, setze ich ein “Ende” dahinter. Schaue mir das Ende an. Und dann…
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Auch nichts. Ich denke weiter.
Wie ich es immer mache.