Testosteron vs. Östrogen

Ich habe mich neulich mit jemandem darüber unterhalten, wer nun intriganter ist - Frauen oder Männer. Ich als wenig überzeugter Mann nahm einfach die Rolle ein, dass Männer meiner Ansicht nach Arschlöcher sind. Mein Gegenüber, ein nettes und gutaussehendes Mädchen, vertrat die Ansicht, dass Männer aber die Frauen brauchen, um fremdzugehen - und damit wären Frauen intriganter als Männer.

Nun denke ich mir - Männer als testosterongefüllte und schwanzgesteuerte Wesen haben gar keine andere Möglichkeit als fremdzugehen. Die Frauen takeln sich heutzutage raus wie sonstwas, tragen bauchfrei und brustraus und haben gerade in den Sommermonaten ein die Männlichkeit erregendes Kleidungsdefizit auszuweisen. Wenn dann also der Mann seiner Natur nachgibt und den Frauen wirklich auf die Brüste glotzt, bekommt er von beiden Seiten Ärger - von seiner Freundin neben ihm und von dem Mädchen, dass ihn offensichtlich zu obszönen Taten hinleiten wollte. Frauen sind wirklich ein Stück weit böse, weil sie die Männer zum fremdgehen überhaupt veranlassen möchten; aber ich sage, dass Männer viel böser sind, weil sie dem überhaupt nachgeben und auch fremdgehen. Schon Adam im Paradies - gut, Eva hat den Apfel gegessen, kein Problem, soll sie doch. Aber warum hat Adam dann dem Drang nachgegeben und tatsächlich auch von dem Apfel genascht? Was war ihm wichtiger? Das Paradies oder die Frau? Offenbar die Frau, die in naturgegebener Vollbusigkeit ihm ihre Östrogene um die Ohren schlug und Gottes Mahnung übertünchte. Frauen sind daher, ich bestätige hier meine zehn-Minuten-Bekanntschaft, intrigant und schlecht. Aber ich spreche dagegen, die Frauen können in der Regel nichts für ihre Reize. Selbst wenn sie sich bieder kleiden und alles, gibt es nun doch gewisse … Regionen, die dem männlich-schwanzgesteuerten Teil des Gehirns nicht verborgen bleiben. Männer können naturbedingt ebensowenig dafür, da sie sich ja nur dem naturgegebenen Selbsterhaltungs- und Rassenerhaltungstrieb hingeben, dazu ein Schuss des männlich-kindlichen Spieltriebs.

Aber, Ich sage es hier klar und einfach - Männer sind Arschlöcher, weil sie - obwohl sie eine Frau oder Freundin haben, die ihnen alles geben kann, was sie wollen - weiterhin dem Drang hingeben, anderen Frauen nachzustellen. Sie sind nicht manns genug, um einzusehen, wenn ihnen an der einen Frau nichts mehr liegt, mit ihr Schluss zu machen; sie können sich eher mit der Idee anfreunde, sich einen Harem anzulegen, als lieber mit einer Freu zu vögeln, bei der er dann auch ehrliche und treue Liebe erfahren kann.

Solche Männer sind eine Schande für alle anderen, die es eigentlich ernst meinen. Diejenigen, die wirklich eine Beziehung wollen, werden mit der breiten Masse der Spaßvögler gleichgesetzt, was für keinen der Beteiligten lustig ist.

Sicher gibt es mehrere Arten von Männern - diejenigen, die wirklich nur testosterongefüllte Dumpfbacken sind, die jedem nackten Knöchel hinterherschauen; dann diejenigen, die nur zum falschen Zeitpunkt unglücklicherweise nicht mehr denken und dann das falsche sagen; und dann noch diejenigen, die einfach nicht mit Mädchen reden, weil sie Angst haben, sie könnten etwas Falsches sagen und dann schon wieder bei einem Mädchen verkacken.

Ja, das Leben ist hart für uns Männer.

Im übrigen - wo sind die guten zeiten hin? Wo sind die Jahre, als Frauen noch nach Männern suchten, die kein Fußball schauen, die sich nicht mit einem Bier auf die Couch lümmeln und die gerne grillen und romantisch sind?

Frauen sind offenbar wie die Männer durch verschiedene Stufen der Evolution hindurchgegangen. Sie sind fast schon männlicher geworden als manch anderer, der diesen Begriff nicht mehr voll verdient. Dafür gibt es genug Männer, die mehr Pussys sind als Männer. Und es gibt Arschlöcher, die glauben, bei jedem Zeitpunkt wäre eine Menge Alkohol angebracht und man müsste laut grölen und scheiß Witze machen.
Nicht dass ich was gegen schlechte Witze hätte. Nur so.

Naja, auf jeden Fall - die Zehn-Minuten-Bekanntschaft hat mir einige Gedanken gemacht. Dass wir uns gegenseitig versuchten zu überzeugen, dass das eigene Geschlecht schlechter wäre, und dass wir eigentlich zwei Personen waren, die sonst keiner mochte (laut jeweils eigener Aussage), war eine interessante Erfahrung. Es wäre schön gewesen, aber das Schicksal hat wohl wieder seine Finger im Spiel. ich soll wieder mal keine Freundin haben. Schade eigentlich.
Nicht wahr, David - eine 6 habe ich gewürfelt. Es hat nicht sollen sein.

Destiny awaits. Carpe DM.